Die Pille danach (Notfallverhütung)

Die Pille danach (Notfallverhütung) ist oftmals der letzte Notanker um einer ungewollten Schwangerschaft noch im letzten Moment vorzubeugen. Unfälle bei der Empfängnisverhütung passieren und gottseidank gibt es zwei erfolgreiche Helfer, die das Missgeschick ungeschehen machen können und folgenschweren Auswirkungen vorbeugen.

Levogynon war die erste Pille danach, die es auf dem Medikamentenmarkt zu kaufen gab. Dicht von ihr gefolgt, fand im Jahre 2009 die europäische Markteinführung der ellaOne mit dem aktiven Ingridient Ulipristalacetat statt.

ellaOne
PiDaNa (Levonelle)

Gute Gründe für die Pille danach

Gründe um eine Pille danach in Anspruch zu nehmen, gibt es zahlreiche. Obgleich die Antibabypille zu nahezu 100 Prozent zuverlässig vor einer ungewollten Empfängnis schützt, schleichen sich nicht selten Einnahmefehler ein, die diese Statistik deutlich trüben können.

Die Pille danach kann auch dann eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wenn z.B. die Wirkung der Antibabypille durch die Einnahme von Medikamenten oder durch stoffwechselbedingte Ausfälle, wie Durchfall oder Erbrechen versagt hat. Eine Barriere-Methode, wie das Kondom, kann reißen oder verrutschen oder die Verhütung kann aus Leichtsinnigkeit vergessen werden.

Einnahmefehler bei der Antibabypille

Es kommt vor, dass man die Einnahme einer Pille schlicht vergisst. Und obwohl einem die neuen Minipillen einen Einnahmezeitraum von 12 Stunden einräumen, besteht nach Überschreiten dieses Zeitfensters die Wahrscheinlichkeit, dass die empfängnisverhütende Wirkung aussetzt – Mikropillen versagen Ihnen den Empfängnisschutz nach dem Überschreiten des 24 stündigen Einnahmezeitraumes.

Pille danach

Medikamenteneinnahme und krankheitsbedingtes Versagen der Antibabypille

Einige Medikamente können Wechselwirkungen mit Ihrer Antibabypille verursachen, welche das Aussetzten oder die eingeschränkte Wirkung der Pille zur Folge haben. Welche Medikamente das in Ihrem speziellen Fall sind, können Sie der Packungsbeilage Ihrer Pille entnehmen.

Wird man sich erst im Nachhinein klar über den „Pillenausfall“, kann die Pille danach zur Notfallverhütung eingenommen werden. Auch kann und sollte man auf die Pille danach zurückgreifen, wenn der Stoffwechsel (vorübergehend) gestört war – Durchfall oder Erbrechen können einen Wirkstoffverlust nach sich ziehen, der durch die Pille danach ausgeglichen werden kann.

Wenn die Barriere-Methode versagt

Was auch für die Pille danach spricht: Laut einer Statistik ist ein Drittel aller ungewollten Schwangerschaften auf das Versagen des Kondoms zurückzuführen. In diesem Falle kann die Pille danach auch dann für schnelle Erleichterung sorgen, wenn beispielsweise das Kondom geplatzt oder beim Liebesakt verrutscht ist.

Kondom zur Verhütung

Die Pille danach kann Leichtsinnigkeit verzeihen

Keiner gibt es gerne zu wenn die Pille danach aus Gründen der Leichtsinnigkeit zum Einsatz kommt. Im Eifer des Liebesaktes kommt es jedoch häufig vor, dass das Thema Verhütung gänzlich außen vor gelassen wird und oftmals sind es junge Paare und die Frischverliebten, die die romantische Stimmung nicht durch ein Gespräch über Verhütung verderben möchten.

Aus welchem der oben erwähnten Gründen Sie ganz persönlich auf die Pille danach zurückgreifen möchten, oder aber ob Sie unser Sammlung an Begründungen für die Pille danach noch bereichern könnten, bleibt natürlich ganz bei Ihnen.
Fakt ist, dass die Pille danach im Zweifelsfall die letzte Instanz bei der Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft darstellt. Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Patientinnen nicht bis zum „Missgeschick“ zu warten – es spricht nichts dagegen, die Pille danach in der häuslichen Notfallapotheke für den Fall der Fälle vorrätig zu haben.